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Der G5 hat wohl das schlichteste und zugleich durchdachteste Gehäuse, welches bisher aus Aluminium gefertigt wurde. Es begeistert durch seine zeitlose Eleganz. Das Gehäuse  besteht aus 2 Ebenen. Eine schmale obere, die von DVD, HDD’s und Netzteil belegt ist, sowie eine große darunter. Darin sind die restlichen Komponenten unterbracht. So ist die originale Vorgabe von Apple.

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Ich werde, da ich handelsübliche Komponenten verbaue, die  Hardware etwas anders platzieren. Dazu später mehr.

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Zuerst wird das Gehäuse gecleant. Die Trennwand zwischen den zwei Ebenen wird für die Montage des optischen Laufwerkes vorbereitet und überflüssiges Material entfernt.

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Dafür müssen die drei Verriegelungsbolzen von  hinten ausgeclipst und dann noch 6 Torxschrauben von unten gelöst werden.

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Nachdem der Splint am Verriegelungshebel des Gehäuses herausgezogen wurde, lässt sich dann die Trennwand nach vorne abziehen.

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Vorher baut man den HDD-käfig aus. Der wird später modifiziert und hängend unter das optische Laufwerk montiert.

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Die Blecharbeiten sind mit dem richtigen Werkzeug schnell erledigt. Die auszusägenden Partien werden auf Malerkrepp angezeichnet, damit keine Fehler passieren können. Es gibt nur einen Versuch!

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Ich habe für die grobe Arbeit eine Stichsäge genommen und  die Kanten mit einem Dremel und Schleifpapier glatt geschliffen.

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Ist die Metallplatte fertig bearbeitet, werden die Bohrungen für die Abstandshalter des HDD-käfig angezeichnet und ausgebohrt. Jetzt können die Abstandshalter mit Flachkopfschrauben montiert werden.Wichtig: die Schraubenköpfe dürfen nicht höher sein als die ODD-sockel, da sonst das ODD nicht montiert werden kann.

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Aus einem alten LianLi-Gehäuse nutze ich den Mainboardschlitten, um eine       passgenaue Basis für das Mainboard zu erhalten.

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Somit habe ich für das µATX-Board die genauen Haltepunkte und gleichzeitig die passende Öffnung der I/O-slots. Das ist eine preiswerte und saubere Methode, obwohl es noch elegantere Lösungen gibt. Anbieter dafür ist  beispielsweise The Laser Hive.  Dafür  musste ich einiges  an an Blecharbeiten an der Rückwand des G5-Gehäuses leisten. Das Board wird um 180° gedreht eingebaut, da das G5-Gehäuse die Öffnung auf der rechten Seite hat. Das ist nicht weiter problematisch, man muß bei der Planung nur manchmal anders herum denken.

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Bevor es los geht, müssen aber noch ein Teil der Stehbolzen entfernt werden. Davon gibt es zwei verschiedene Sorten: kleine, kurze mit Gewinde – die werden noch benötigt!  Und große, lange mit Kugelkopf, die können getrost entfernt werden.

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Ich habe dann den Mainboardschlitten (mit montiertem Mainboard und einer Karte, sonst verziehen sich die Abstände!) in das G5-Gehäuse hineingelegt und die an die Gehäuserückwand anliegenden Kanten von außen angezeichnet. Außen deshalb, weil dort das Sägen leichter fällt. Man kann durch die vielen kleinen Löcher ja alles gut sehen. Nach dem Flexen und Entgraten habe ich rund um den Rahmen des Schlittens Löcher gebohrt und diesen dann vernietet.

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Die Grundplatte vom Schlitten liegt nun auf den restlichen Gewindebolzen auf und kann hier auch verschraubt werden. Danach sitzt das Mainboard fest und sauber im Gehäuse.

Ich fand den G5 Festplattenkäfig der mal da saß, wo jetzt das Netzteil eingebaut ist so innovativ, dass ich ihn auch unbedingt recyceln wollte.

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Dort werden üblicherweise 3,5 Zoll Festplatten hineingeschoben und dann mit einem Hebel verriegelt. Vorher muss man nur  4 Befestigungsschrauben links und rechts in die Festplatte drehen, diese rutschen dann in die Käfigschiene. Oder man fertigt sich Adapterplatten für SSD, um diese dann zu nutzen. Macht Sinn bei dem Performance-gewinn.

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Aus den konstruktionsbedingten Gegebenheiten heraus, ist bei mir der Gedanke gereift die Trennplatte soweit zu reduzieren, daß nur noch die Befestigungspunkte  am Rahmen und die Aufnahme für das BR-Laufwerk übrig blieb.

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Den  Platz für den HDD/SSD-käfig sah ich  im vorderen Teil des Gehäuses. Hängend angebracht an der Trennwand unter dem BR-Laufwerk. Für ein einfaches Montieren der Datenspeicher adaptierte ich eine LianLi-Backplate.

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Das DVD-Laufwerk respektive Blueray ist der einfachste Part bei der Umbauaktion. Man kann es direkt  wieder in den originalen Einbauplatz wieder einbauen. Man muß nur vorher die zum Festclippen im Schnellverschluß vorgesehenen Füße vom MacLaufwerk anschrauben.

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Als aufwändigste Modifikation wäre da noch die PSU. Das Modifizieren des Netzteils ist deshalb so aufwändig, da ich ein ATX-NT in das originale Apple-Gehäuse anpassen werde.  Damit gewinnt man einen cleanen Look und ist in der Lage spätere Änderungen der Hardware schnell zu machen. Denkbar wäre ein Systemboardwechsel etc.

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Die PSU wird komplett zerlegt. Vorsicht bitte: das sollten nur Leute mit Erfahrung in Elektrotechnik ! machen. Die Grundplatte wird soweit verkleinert, daß diese in die Apple-PSU paßt. Auf die Grundplatte wird anschließend die Platine mit der Elektronik montiert.

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Die Anschlussmaske wird soweit ausgearbeitet, daß diese in den Deckel der Apple-PSU eingenietet werden kann. Anschließend nur anschleifen und lackieren. Ich habe dafür Lack aus der Spraydose für Heizkörper genommen. Hält ewig und ist kratzfest.

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Die PSU muß gekühlt werden, da sonst der Wärmeschutz im laufenden Betrieb greifen könnte. Überraschungen sind da vorprogrammiert! Mein Ziel ist es störende Geräusche so weit wie möglich auszuschließen. Darum nutze ich konsequent leise Bauteile. Zur Kühlung kommen Noiseblocker NB-BlackSilent XR1 zum Einsatz. Gelagert auf mitgelieferten Vibrationsdämpfern. Danach können die Kabel konfektioniert werden.

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Am Frontpanel hat mich gestört, daß obwohl das Sysboard USB3 unterstützt, diese Schnittstelle bisher nicht angeschlossen werden konnte. Darum habe ich das Original-Frontpanel durch das LianLi-panel ersetzt. Das Ergebnis ist: USB3 und eSATA. Zusätzlich kommt ein Resetmöglichkeit dazu. Die farblich unterschiedlichen LED’s sind eher sekundär wichtig.

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Wenn alles gesteckt und verkabelt ist, dann nur noch starten und dem dezenten Summen der Lüfter und Laufwerke lauschen.

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DAS ist der Moment, wo jeder Schrauber dieser Welt mit einem zufriedenem Lächeln vor seinem Werk steht.